Ist der Spreewald vom Rest der Welt abgehängt?
Diese und andere Fragen sollten in einer Podiumsdiskussion zur vorübergehenden Schließung der Bahnstrecke Königs Wusterhausen - Lübbenau/Spreewald erörtert und beantwortet werden. Dazu lud sich Roswitha Schier, CDU Landtagsabgeordnete, kompetente Gesprächspartner in das Medizinische Zentrum Lübbenau ein: Renado Kropp, Abteilungsleiter der DB Mobility Regio und Heiko Miels vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg.
|
 |
 |
| v.l. Roswitha Schier MdL, Renado Kropp, DB Regio und Heiko Miels, VBB |
 |
|
Beide Gäste gingen in ihren Einführungsreferaten auf die Komplexität des zu organisierenden Schienenersatzverkehrs ein und erläuterten die Schwierigkeiten bei wechselnden Passagierzahlen zu unterschiedlichen Zeiten. Im Grundsatz waren sich die Referenten und Teilnehmer in einer ersten Bilanz einig, das Schienenersatzverkehrskonzept funktioniert und muss nur geringfügig nachjustiert werden. Mit unterschiedlichen Erfahrungen gingen die Teilnehmer in die Diskussion und berichteten zum Teil kritisch über Detailfragen, aber auch positiv über das Organisationstalent mancher Busfahrer auf dieser Strecke.
Die touristischen Leistungsträger der Region bescheinigten den verantwortlichen der Deutschen Bahn AG ein gutes Management. Trotzdem gibt es nichts, was nicht noch verbesserungswürdig wäre. Und so nahm Herr Kropp dann auch die Anregung von Steffen Franke, Vors. der Kahnfährgenossenschaft, auf, in der Bahnkundenzeitschrift für einen Spreewaldbesuch zu werben. Nicole Müller, Geschäftsführerin der Spreewald-Touristinformation Lübbenau, wies auf das Video "Alles Quatsch" hin, dass in den Wartebereichen auf Bahnhöfen in Berlin und dem Umland zu sehen sein könnte.
Zusammenfassend zog Schier, die auch Stadtverordnete in Lübbenau ist, eine positive Bilanz und stellte fest, dass der Spreewald keineswegs durch den vorübergehend
eingerichteten Schienenersatzverkehr abgehängt ist. |